Stahlkonjunktur im Sommer 2011

9. August 2011 | von DR (bereits 1542 mal gelesen)

Tempoverringerung bei den Bestellungen im zweiten Quartal.

wirtschaftsvereinigung-stahl

Die Aufwärtsentwicklung bei den Walzstahlbestellungen hat sich zum Ende des ersten Halbjahres abgeschwächt.  Die Auftragseingänge sind im zweiten Quartal gegenüber einem allerdings sehr starken ersten Jahresviertel 2011 saisonbereinigt um neun Prozent zurückgegangen.  Das Niveau des Vorjahresquartals wurde um  etwa ein Prozent  unterschritten.  Aber im bisherigen Jahresverlauf übersteigen die Orders den Vorjahreszeitraum um knapp  zwei Prozent.  Der Auftragsbestand liegt Ende Juni 11 Prozent über dem Vorjahresniveau.  Nach wie vor kommen die größten Wachstumsimpulse für die Stahlnachfrage aus dem Inland.Ursächlich für  die Tempoverringerung  war auf der einen Seite, dass von den Lägern kein positiver Impuls für die Stahlnachfrage mehr kam, da Stahlhändler und Verarbeiter bereits im ersten Quartal ihre Lagerbestände aufgestockt hatten. Darüber hinaus hat die Unsicherheit über die weitere Entwicklung bei den Rohstoff- und Stahlpreisen im Frühjahr zu einer gewissen Kaufzurückhaltung beigetragen. Die konjunkturelle Grundtendenz ist jedoch intakt. Dazu zählt insbesondere, dass der reale Stahlbedarf weiter robust ist und sich auch die Lagerbestände auf einem marktkonformen Niveau befinden. Allerdings sind auch weiterhin Risiken vorhanden. So haben zuletzt vor allem die Walzstahleinfuhren in die Europäische Union zugelegt. Sorge bereiten  unverändert die anhaltend hohen Notierungen für die wichtigsten Rohstoffe.Quelle: stahl-online.de

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