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Entwicklung Stahlpreise 2012 & Aktueller Stahlpreis 2012

13. Dezember 2011 | von Steffen (bereits 10329 mal gelesen)

Hier finden Sie die aktuellsten Studien und Ergebnisse zum Stahlpreis 2012, der Stahlpreisentwicklung 2012 – ständig aktualisiert!

Entwicklung-Stahlbedarf-2011-zu-2012

Eines der am meist genannten Schlagworte bei der Entwicklung der Stahlpreise 2011 war das Wort „Schuldenkrise“. Die Auswirkungen werden sich auch in das Jahr 2012 ziehen – daher wird eine eher vorsichtig positive Haltung eingenommen. Generell wird aber auch für das Jahr 2012 ein Anstieg des Stahlpreises erwartet. Die globale Nachfrage nach Stahl wird nach Einschätzung der World Steel Association (worldsteel) im Jahr 2012 um 5,4 % wachsen. Im Vergleich zu den Jahren 2011 (erwartet: +6,5 %) und 2010 (+15,1 %) ist der Anstieg jedoch deutlich geringer.

Betrachtung von Europa

Die einzelnen Länder in Europa zeigen sich ein sehr unterschiedliches Bild vom Stahlverbrauch. Die Abweichungen unter den Ländern sind doch recht groß – Deutschland und Polen sind die Haupttreiber für den positiven Verlauf im Jahr 2012. Ein Wachstum von 2,5% wird erwartet – das ist ein deutlich geringeres Wachstum als 2011. Ein wirklicher Ausreißer nach oben ist Polen: hier rechnet man mit einem Zuwachs des Stahlbedarfes von 9,5% . In den restlichen Ländern wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage im Vergleich zu 2011 maximal gehalten werden kann.

Die Unsicherheit am Markt hat ihre Treiber in mehreren Feldern:

1. Nachfrage nach Stahl

Die Nachfrage nach Stahl ist bereits im Q4 2011 zurückgegangen – dieser Trend zeichnet sich auch leicht für Q1 2012 ab. Die Lagerbestände werden als erstes aufgebraucht, anstatt zu neue Bestellungen aufzugeben. Kein Unternehmen möchte in den unsicheren Zeiten große Bestände aufbauen – die dann durch einen gefallenen Stahlpreis ein übermäßiges Risiko darstellen. Üblicherweise steigen die Auftragseingänge nach der Sommerpause – das ist durch die Euro-Krise in 2011 ausgeblieben.

Hans Jürgen Kerkhoff (Präsident der Düsseldorfer Wirtschaftsvereinigung Stahl) sagte in Hinblick auf die Entwicklung 2012: „Mit Blick auf die weltweiten konjunkturellen Entwicklungen ist keine nachhaltige Entspannung auf den Stahlrohstoffmärkten in Sicht, auch wenn auf den Spotmärkten ein leicht fallender Trend zu beobachten ist“.

2. Produktion von Stahl

Nachdem im letzten Quartal 2011 die Preise nachgegeben haben, haben die Stahlpreise im ersten Quartal 2012 das erste Mal einen leichten Spielraum nach oben. Ob dieser auch genutzt wird, ist eher fraglich. Ein leichter Anstieg ist ab Q2 realistischer.

3. Bedeutung von Asien für die Entwicklung des Stahlpreis 2012

Aufgrund der geringen Rohstahlproduktion in China waren die Stahlproduzenten gezwungen, bei den Preisen nachzugeben. Experten sehen dahinter den Versuch der chinesischen Regierung, die Konjunktur etwas abzukühlen. Für das Jahr 2012 erwartet die World Steel Association einen Anstieg der Stahlnachfrage von + 6%, was knapp 682 Mt entspricht. Im Jahr 2010 war die Nachfrage noch um 8,5% gestiegen, gefolgt von erwarteten 7,5% in 2011.

Ähnlich sieht es in Indien aus: hier wird von einem beschleunigten Wachstum 2012 von 7,9% ausgegangen. Im Vorjahr waren es noch 4,3%.

Auch in Japan wird von einem Wachstum im Jahr 2012 ausgegangen: nach dem Rückgang um 2,7% wird im Jahr 2012 ein Plus von 0,8% erwartet. Der Rückgang 2011 bzw. das geringe Wachstum sind immer noch auf die schweren Erdbeben zurückzuführen. Noch nicht alle Produktionsanlagen laufen wieder auf Hochtouren.

Ergebnis:

Die hohe Nachfrage nach Stahl aus dem asiatischen Raum wird einen stabilisierenden Einfluss auf den Stahlpreis haben – leider (für die Einkäufer) aber auf einem hohen Niveau. Auch die Politik hat einen großen Einfluss: hier hängt es davon ab, welche Lösung der Eurokrise eingeschlagen werden und wie schnell sich die beschlossenen Programme auf die Konjunktur auswirken.

Quelle Zahlen: worldsteel.org

Kategorie → Stahlpreisindex

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