Bauarbeiten schreiten voran. Deutsche Edelstahlwerke vollenden wichtige Vorarbeiten für die Modernisierung von Sekundärmetallurgie und Entstaubungsanlage

26. April 2012 | von DR (bereits 2591 mal gelesen)

Vom Ruhrdeich aus sind die Baufortschritte auf dem Gelände der Deutschen Edelstahlwerke inzwischen deutlich zu erkennen – vor allem im Bereich der Entstaubungsanlage, wo in den zurückliegenden Wochen Abluftrohre mit einem Durchmesser von 3,60 Meter und Bauteile der neuen Entstaubungsanlage mithilfe moderner Krantechnik auf einem Hallendach montiert wurden. Auch eine neue, grüne Halle ist von außen sichtbar: Darin befindet sich die jüngst fertiggestellte, neue Wasserwirtschaft, die zurzeit in Betrieb genommen wird.

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Vor etwa einem Jahr startete das Unternehmen mit der Modernisierung der Sekundärmetallurgie, in deren Zuge auch ein neues Entstaubungskonzept für das Wittener Stahlwerk realisiert wird. Dieses beinhaltet zwei neue Tuchfilteranlagen, die zum einen die vorhandene Elektrofilteranlage ersetzten und zum anderen die Entstaubungskapazitäten des Stahlwerks deutlich erweitern, d.h. ab 2014 nahezu verdoppeln.

Insgesamt handelt es sich um die größte Investition der letzten 20 Jahre für das Wittener Stahlwerk.

Was bisher geschah

Um Mitte 2012 mit dem Aufbau der neuen Halle für die sekundärmetallurgischen Aggregate beginnen zu können, wurde in den letzten Monaten das Baufeld gründlich bereinigt. Darüber hinaus startete man mit den Vorarbeiten für das Fundament der neuen Halle. So wurden z.B. zahlreiche Stützen in den Grund eingelassen.

„Im Bereich der Entstaubungsanlage vermittelt das Baugerüst bereits einen Eindruck von den Dimensionen der neuen Technik“, berichtet Gregor Ebbers, Projektleiter im Bereich Anlagentechnik. Er fügt hinzu: „Einer der beiden neuen Filter ist zu 70 Prozent bereits installiert.“

Darüber hinaus nahmen die Deutschen Edelstahlwerke eine neue Wasserwirtschaft in Betrieb, die die Werkswasserqualität nachhaltig verbessern und damit künftig wertvolle Ressourcen schonen soll. Die gesamte Filtertechnik ist in einer Halle untergebracht. Die Anlage reinigt das Abwasser der Vakuumbehandlungsanlage, die Teil der Sekundärmetallurgie ist. Das gereinigte Wasser wird anschließend wieder in den betrieblichen Wasserkreislauf eingespeist.

Ein Ausblick

In den nächsten Tagen erhält der Filter von Entstaubungsanlage 1 ein schützendes Gehäuse und letzte Rohrleitungen und Lüfter werden installiert. Daraufhin erfolgt der Bau eines 50 Meter hohen Kamins mit einem Durchmesser von 4,50 Meter, durch den die gereinigte Luft entweicht. Die Arbeiten an der Entstaubungsanlage 1 sollen bis zum jährlichen Sommerstillstand im Juli abgeschlossen sein. Mit Ende des etwa dreiwöchigen Stillstands, soll diese Anlage dann in Betrieb genommen werden.

Im Bereich der zukünftigen Sekundärmetallurgie werden die Fundamentarbeiten für den Bau der neuen Halle fortgesetzt.

„In den nächsten Wochen wird an den Baustellen auf unserem Werksgelände viel los sein“, so Max Heumann, Leiter der Anlagentechnik und Umweltschutzbeauftragter der Deutschen Edelstahlwerke. „Wir bitten daher die unmittelbaren Nachbarn des Werks um Verständnis, wenn es durch Baufahrzeuge und die bevorstehenden Arbeiten auch am Wochenende temporär mal etwas lauter wird.“

Quelle: dew-stahl.com

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