Georgsmarienhütte: Zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2011
Das Geschäftsjahr 2011 der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe – GMH Gruppe – ist erfreulich verlaufen. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im Jahresabschluss der GMH Gruppe wider. So stieg der konsolidierte Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahr um 458 auf 2.862 (unkonsolidiert 3.918) Millionen Euro an.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist im gleichen Zeitraum um rund 51 Mio. Euro auf 117,8 Mio. Euro gestiegen.
Die Liquidität der GMH Gruppe ist wie schon im vergangenen Geschäftsjahr auf gutem Niveau stabil, obwohl auch 2011 Investitionen in Höhe von über 130 Millionen Euro in Sachwerte flossen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 38 Prozent. „Wir sind mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr zufrieden. Die konsequente Fokussierung auf unsere Kernmärkte Mobilität, Energie und Maschinenbau weisen uns für unsere Kunden als kompetenten, verlässlichen und transparenten Partner aus. Die weltweite Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten hält an. Davon profitiert die GMH Gruppe“, so Peter van Hüllen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding GmbH.
Die gestiegene Auslastung macht sich auch auf der Personalseite bemerkbar. In der GMH Gruppe waren zum Geschäftsjahresende wieder 10.566 Mitarbeiter (Vorjahr 9.667) und 674 Azubis beschäftigt. Das entspricht einer durchschnittlichen Ausbildungsquote von 6,9 Prozent. Diese Quote liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. „Mit gut ausgebildeten und hoch qualifizierten jungen Leuten sichern wir die Zukunft unserer Unternehmen und reagieren gleichzeitig auf den demografischen Wandel. Dabei profitieren wir von den neuen Impulsen junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso wie von dem großen Erfahrungsschatz unserer langjährigen Kolleginnen und Kollegen“, erläutert Peter van Hüllen das nachhaltige Engagement der GMH Gruppe in die Aus- und Weiterbildung.
Harald Schartau, Geschäftsführer Personal, der Georgsmarienhütte Holding GmbH, ergänzt: „Vier Unternehmen der GMH Gruppe (Georgsmarienhütte GmbH, Stahlwerk Bous GmbH, Friedrich Wilhelms-Hütte Eisenguss GmbH, Schmiede-/Elektrostahlwerke Gröditz GmbH) beteiligen sich derzeit mit einzelnen Produktionsbereichen an der Studie „ergo-stahl“. Unterstützt durch Mittel des Bundesarbeitsministeriums werden innerhalb von drei Jahren in Produktionsbereichen mit hohen körperlichen Belastungen die Arbeitsbedingungen so umgestaltet, dass Beschäftigungsfähigkeit und Motivation im gesamten Erwerbsverlauf erhalten bleiben. Ziel ist es, die im Projekt entwickelten Instrumente in die gesamte GMH Gruppe zu transferieren und darüber hinaus für Unternehmen im Tarifvertrag Eisen und Stahl branchenspezifische Handlungshilfen zur Verfügung zu stellen“.
Aktuelle Konjunktur und Ausblick auf der Geschäftsjahr 2012 der GMH Gruppe
Die reale deutsche Volkswirtschaft erlebt derzeit eine Wachstumsverlangsamung, von einer Rezession ist sie aber weit entfernt. Die Binnennachfrage bewegt sich noch auf einem zufriedenstellenden Niveau, die Exportmärkte ermöglichen derzeit noch eine gute und zufriedenstellende Beschäftigungssituation.
Grundsätzlich ist jede Prognose von gesamtwirtschaftlichen und internationalen Unsicherheiten geprägt. Die politischen Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten, die Entwicklung in China, die hohen Schulden der Staatshaushalte, die Preisentwicklung und Versorgungssicherheit mit Rohstoffen oder die Währungssituation sind hier beispielhaft zu nennen. Sollten hieraus akute Risiken entstehen, werden diese infolge der großen Exporterfolge der deutschen Wirtschaft nicht spurlos an dieser vorübergehen.
Das Geschäftsjahr 2012 der GMH Gruppe steht derzeit unter dem Vorzeichen einer relativ stabilen Konjunkturvorhersage. Doch sind die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2012 nicht so positiv wie die des Vorjahres. So liegen die Prognosen in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (Vorhersage März 2012) derzeit zwischen 0,4 und 0,7% (Vorjahr: +3%).
Die Gesellschaften der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe sind in ihren jeweiligen Märkten Mobilität, Energie und Maschinenbau gut positioniert. Die Produktionsvolumina der Gruppengesellschaften werden sich nach heutigem Stand auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr einstellen. Aus der Automobilindustrie werden 2012 weiter positive Effekte erwartet. Demgegenüber steht ein erhöhter Wettbewerbsdruck in den Energie- und Maschinenbaumärkten. Für die GMH Gruppe ist aber auf Jahressicht davon auszugehen, dass die im Budget aufgestellten Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis erreicht werden.
Die europäische und insbesondere die deutsche Energiepolitik werfen allerdings erhebliche Schatten auf die mittelfristige Zukunft. Die Vorgehensweise bei der Umsetzung der Energiewende stellt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in Frage. Gerade die energieintensiven Industrien, wie z.B. die Stahlindustrie, stehen hier vor gewaltigen Herausforderungen.
Quelle: gmh-gruppe.de


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