WV Stahl kritisiert mögliche Verknappung der Emissionsrechte

18. April 2012 | von DR (bereits 713 mal gelesen)

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl warnt vor einer weiteren Verknappung und damit Verteuerung der CO2-Emissionsrechte, wie sie auf den morgigen Treffen des EU- Energie- und des Industrierates der Mitgliedstaaten in Brüssel wieder diskutiert wird.

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„Es besteht keine Notwendigkeit für einen solchen willkürlichen Eingriff. Die Emissionsgrenzen werden eingehalten. Deutschland hat sein Kyoto-Ziel einer Treibhausgasminderung um 20 Prozent gegenüber 1990 sogar übererfüllt“, sagt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf. „Der jetzige Zertifikatspreis von unter 10 Euro ist nur eine Folge der Krise. Ab 2013, wenn die dritte Periode des Emissionsrechtehandels beginnt, werden deutlich zu wenige Zertifikate zur Verfügung stehen, und damit wird sich der Preis massiv verteuern“.

Es sei ohnehin ein Irrglaube, dass die Unternehmen durch immer höhere Belastungen zu weiteren Anstrengungen getrieben werden könnten. Stattdessen schränke man ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter ein, entzöge Investitionsmittel und nehme ihnen Planungssicherheit. Ein Zertifikatspreis von künftig 30 Euro bedeute allein für die Stahlindustrie in Deutschland 365 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr, weil der Zertifikatspreis von der Energiewirtschaft in die Energiekosten eingepreist werde. Hinzu kämen weitere Mehrkosten von 300 Millionen Euro, die die Stahlindustrie direkt für den Erwerb der Zertifikate aufwenden müsse, die sie für ihre eigene Produktion braucht.

Quelle: stahl-online.de

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